Christian Wulff Bundespräsident a.D. AB (Anrufbeantworter a.D.) außer Dienst


„Skandal im Sperrbezirk“ ein Schuh-Demo-Song
nach der Melodie der Spider Murphy Gang zu singen

In Berlin da steht ein großes Haus,
da schaut ein Wolf zum Fenster raus,
damit in dieser schönen Stadt
kein Mensch ihm auf den Rasen kackt.
Doch jeder ist gut informiert,
weil Wolfi täglich apportiert,
wenn Angela das Stöckchen schmeißt,
er auch mal auf den Rasen scheißt.

Und draussen vor der großen Stadt
stehn Reporter sich die Füße platt.

Skandal im Sperrbezirk,
Skandal im Sperrbezirk,
Skandal um Wolfi!

Ja Wolfi hat ein Telefon,
auch er hat deine Nummer schon,
unter AB- 32-16-8
herrscht Konjunktur die ganze Nacht.
Und draussen hinterm Gartentor,
langweilen sich die Pförtner nur,
weil jeder, den der Wolfi quält,
ganz einfach Diekmanns Nummer wählt.

Und draussen vor der großen Stadt
stehn die Reporter sich die Füße platt.

Skandal im Sperrbezirk,
Skandal im Sperrbezirk,
Skandal um Wolfi!

Moral, Skandal,
Moral, Skandal
Skandal,
Skandal um Wolfi!

Der krumme Notnagel der Kanzlerin.

Was wäre eigentlich, wenn wir, „die Wulff-Kritiker“, unserer Kanzlerin folgen und ebenso wie sie sagen würden: „Ich wiederhole gerne, dass ich die Arbeit des Bundespräsidenten schätze. Ich glaube, er hat in den vergangenen Tagen und Wochen gezeigt, dass er auf viele Fragen eine Antwort gegeben hat. Sollte es neue Fragen geben, bin ich davon überzeugt, dass er sie genauso beantworten wird und deshalb hat meine Wertschätzung Bestand“.

Wirklich genau so? Merkel hat versucht Nägel mit Köpfen zu machen, indem sie sich nach Köhler, Herrn Wulff als Notnagel ausgeguckt hatte, um ihre Hausmacht in der Union zu stabilisieren. Doch sie hat den Notnagel nicht fachgerecht eingeschlagen. Sie ist eben handwerklich nicht begabt, und der Notnagel ist nun krumm. Wulff krümmt sich – wir wissen inzwischen warum, weil Wulff eben eine Aufklärung seiner Affäre notorisch mit juristischen Mitteln und Vorwänden hintertreibt. Dadurch stehen sich beide plötzlich sehr nahe gegenüber. Das wirft die Frage zwischen Kanzlerin und Präsident auf: wer gibt zuerst nach? Sollen wir Kritiker uns dessen ungeachtet hinter unsere Kanzlerin stellen, oder sollen wir uns unsere eigene Meinung über Wulffs dubioses Verhalten bilden und diese mutig weiterhin laut aussprechen, „und wenn der ganze Schnee verbrennt“?

Wir, und die schweigende Mehrheit, oder wir die „formierte Gesellschaft“, sind seit 2005 treulich und gar begeistert seinerzeit zur Urne gepilgert, um Merkel zu wählen. Irgendeinmal müssen wir, das Volk anfangen, uns für unser Tun und Lassen selber verantwortlich zu fühlen. Aber das lernt sich schwer, und da andere Völker unendlich lang dazu gebraucht haben, wird es auch hier noch ein Weilchen dauern.

Inzwischen sind leider mir und uns anderen alten Leuten, jene „68ger“, unsere sozialen Gärtchen verhagelt; und ich rechne mit einem gerechteren Deutschland, dem geistigen, sozialem „Wiederaufbau“, dessen was mir blinde, aber geldgierige Politiker aller Parteien zerstört haben, zu meinen Lebzeiten nicht mehr.

Wir, die von SPD und Grünen seit 1998 systematisch, verratenen echten Achtundsechziger, sind im deutschen Politikzirkus, in der von Amerika mit Rußland regierten und kontrollierten Welt bestenfalls im Wege stehende, lästige Figuren.

Als ich 1982 und dann wieder 1998 sah, wie die Mehrheit der Wähler nahezu einmütig ihre Republik sabotierten und nicht das mindeste über den Geldadel gelernt hatten, wurde es mir leicht mich größtenteils von der Parteipolitik 2007 abzuwenden. Ich wurde damals von vielen, wenn ich mich für materielle Teilhabe an der Arbeit des Volkes einsetzte, gerade von den Protagonisten der SPD freundlich ausgelacht.

Des Übels Kern unseres Zustandes ist das soziale Versagen der SPD. Politisch hat dort in der SPD niemand etwas gelernt. Es ist von den Rebellen der „68ger“ nur eine reduzierte Schicht Humus geblieben, die längst nicht mehr ausreicht als Boden für eine neue Republik. So gesehen hat Merkel Recht, wenn sie hinter Bundespräsident Wulff steht, denn er ist eine Ausgeburt unserer materialistischen Zeit. Und diese Zeit wird uns noch eine Weile bleiben. Aber wenn wir richtiges Pech haben, wird es dieser Bundespräsident auch.

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Über Peter A. Bruns

I am editor, autor, publisher of edition august-verlag. I am also working on the industrial construction side insulation. But my main interest is the publication of books. That sounds real, and is real, at my age, born in 1942, being a fool to blog.
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