Der irre Mörder von Norwegen


Z – oder erkenne dich selbst.

Was erwarten wir Menschen denn, die wir in einer vom Materialismus dominierten Welt leben und leben wollen, aus Unkenntnis? Der Verrückte, der arme verwirrte Mensch dort in Norwegen, dieser Einzeltäter, ist doch eine Ausgeburt unserer materialistischen Welt.
Nicht die aus Unkenntnis gebackenen, offensiven Rechten, die Fanatiker, die sich als solche zu erkennen geben, können uns anderen wirklich gefährlich werden, sondern es sind die Verbrämten, die geistigen Trittbrettfahrer, und die „schweigende Mehrheit“, die nicht offen sagt was sie wirklich denkt, die uns anderen einst gefährlich wurden und durchaus wieder gefährlich werden können.
Natürlich gibt es Innenpolitiker, die gerne ihr Internet-Kontroll-Süppchen kochen auf der heißen Angst einer aufgebrachten Bevölkerung. Zu gerne würde man dem Volk das relativ freie Internet verbieten.
Dem Volk, nach solchen mörderischen Extremen, das Maul verbieten – das gab es alles schon mal. Wenn aus dem Schoß eines reichen, gebildeten Landes wie Norwegen, solche Ausgeburten von menschlicher Vewirrtheit entstehen können, darf uns das doch nicht wundern, denn auch dort, wie hier herrschte und herrscht der Geldadel.
Auch dort wie hier ist die humane Bildung, in Schulen und Universitäten, völlig in der Hand des Geldes und nach dessen Richtlinien eingerichtet. Weder dort noch hier hat das gute alte Wort Solidarität heute noch einen Sinn.
Die Marschrichtung ist vom Kapital vorgegeben und zwar International und wir alle haben sie aus Bequemlichkeit, aus Vorurteilen und letztendlich aus Feigheit, vor einer neuen, humaneren, gerechteren Welt, eingeschlagen und wir schreiten voran und wissen doch nicht wohin uns die Reise führt, nur daß es über Leichen geht, das sehen wir täglich, und vergessen es bis zum nächsten Tag. Aber die Hauptsache: „Es werden Geschäfte gemacht – weltweit.“
In unserer selbst gebauten Welt, ist es nicht die erste Fürchterlichkeit, die uns entzetzt die Augen aufreißen läßt. Es wird auch nicht die Letzte sein.

Aber – ab morgen sind wir tolerant
Morgen sind wir tolerant, tolerant, tolerant
und finden selbst die größten Idioten interessant
wir reichen jedem Arsch die Hand, und was uns stört in diesem Land
das wird ab morgen nicht mehr eine Schweinerei genannt.
Ab morgen sind wir positiv, und nicht mehr so auf dem qui-vive
wir rücken nichts mehr gerade, nein, wir lassen alles schief, na klar!
Fortan glauben wir an Lügen, weil sie in der Zeitung steh’n
greifen nichts mehr mit Kritik an – was geht uns die Politik an?
Haben wir uns nicht schon oft genug die Finger dran verbrannt?
Das wird anders: morgen sind wir tolerant.

Vielleicht, Freunde, ist das böse Kritisieren ein Laster
wie Zigarettenrauchen und Schokoladenaschen.
Es ist schwer, damit aufzuhören.
Ich kann halt manchmal den Mund nicht halten.
Aber es ist ja bekannt
daß eine Entwöhnungskur leichter durchzuhalten ist
wenn andere dabei mitmachen.
Und deshalb meine herzliche Bitte: Entsagt wie ich dem Laster!
Hebt die Arme, ballt die Fäuste, holt tief Luft und singt alle mit:

Kehrreim
|: Tolerant, tolerant, tolerant, tolerant, tolerant 😐
Text und Musik: Robert Long

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Über Peter A. Bruns

I am editor, autor, publisher of edition august-verlag. I am also working on the industrial construction side insulation. But my main interest is the publication of books. That sounds real, and is real, at my age, born in 1942, being a fool to blog.
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