Geld und Banken, Spekulanten SPD CDU, legen uns zur Ruh.


…und womit tun sie das? Na, hören sie doch Tucholsky:

Wenn die Börsenkurse fallen
regt sich Kummer fast bei allen
aber manche blühen auf
ihr Rezept heißt Leerverkauf

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben
treten selbst den Absturz los
den sie brauchen – echt famos

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert

Wenn in Folge Banken krachen
haben Sparer nichts zu lachen
und die Hypothek aufs Haus
heißt, die Bewohner müssen raus

Trifft’s hingegen große Banken
kommt die ganze Welt ins Wanken
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat
die Verluste kauft der Staat

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand

Für die Zechen dieser Frechen
hat der kleine Mann zu blechen
und – das ist das Feine ja
nicht nur in Amerika!

Und wenn die Kurse wieder Steigen,
fängt von vorne an der Reigen –
ist halt Umverteilung pur
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht

(Kurt Tucholsky, 1930, die Weltbühne)

Man glaubt es nicht: Obwohl Tucholsky die sogenannte Kanzlerin Merkel nicht kennen konnte und auch die heutige sogenannte SPD nicht, hatte er schon diese Weitsicht. Das ist nun schon 80 Jahre her, aber „wir (sind) das Volk“ haben nicht viel daraus gelernt. Wie auch? Bei dem heutigen Bildungssystem, welches nur vom Geld abhängt.
Zum Zweck des Geldes, seien nachfolgend noch ein paar Sätze geschrieben. leider stammen sie nicht von mir:

Geld – Mythos und Macht
Von Jens Berger 27.12.2010

Für viele Menschen scheint Geld eine der wichtigsten Sachen der Welt zu sein. Geld macht Macht, Geld macht Politik. Was Geld eigentlich ist, wird dabei immer wieder gerne vergessen.
Seit Menschen Handel treiben und ihre Gesellschaft eine höhere Arbeitsteilung aufweist, brauchen sie Tauschmittel, die universell akzeptiert werden. Es wurde im Laufe der Zeit vieles ausprobiert: Waffen, Kunstgegenstände, Muscheln, Gewürze, Silber, Gold und schließlich Papiergeld. Eine geldlose Gesellschaft ist heute mithin unmöglich, schließlich würde kein Arbeitnehmer eine Bezahlung in Butter, Käse, Automobilbezugsscheinen oder Benzinkanistern akzeptieren. Für die Geldfunktion als Tauschmittel ist es allerdings irrelevant, welche Art von Geld verwendet wird. Dem Arbeitnehmer ist es prinzipiell egal, ob er Goldmünzen, Papierscheine oder elektronische Verrechnungseinheiten für seine Arbeitsleistung bekommt – wichtig ist, dass dieses Tauschmittel in der Tat universell ist und von jedermann akzeptiert wird.

Ein universelles Tauschmittel
Um Geld zu einem universellen Tauschmittel zu machen, verleihen Staaten einem bestimmten Tauschmittel die Funktion eines gesetzlich verpflichtenden Zahlungsmittels. Dabei ist Geld jedoch eine reine Recheneinheit, die eine Forderung repräsentiert. Das Geld selbst ist jedoch prinzipiell wertlos, sieht man vom reinen Materialwert von Münzen oder Papiergeld einmal ab. Elektronisches Geld verfügt noch nicht einmal über Materie, der man einen Wert beimessen könnte. Für die Tauschmittel ist die Frage des Materialwerts des Geldes jedoch nicht von Belang. Der einzige Wert, der hinter der Recheneinheit Geld steckt, ist Vertrauen – Vertrauen in den Umstand, dass man für eine Recheneinheit von einem potentiellen Tauschpartner einen fest kalkulierbaren Gegenwert in materieller oder ideeller Form bekommt. Der mögliche Wertverlust dieser Recheneinheit in Zukunft ist dabei nicht von Belang, berührt er doch lediglich die Aufbewahrungsfunktion und nicht die Funktion als Tauschmittel. Entscheidend für die Tauschmittelfunktion ist allein die generelle, wenn möglich gesetzlich garantierte, Akzeptanz des Tauschmittels.
Hier unterscheidet sich Geld beispielweise von werthaltigen Tauschmitteln, die nicht gesetzlich garantiert sind. Wer eine Unze Gold sein eigen nennt, wird zwar unter Umständen einen Tauschpartner finden, der ihm dafür eine Ware aushändigt – die allermeisten Tauschpartner werden sich jedoch weigern, dieses Tauschmittel anzunehmen und darauf verweisen, dass der Kunde sein Gold doch bitte vorher in die gesetzliche Währung umtauscht und mit Geld bezahlt. Seit der Einführung des Papiergeldes ist Gold auch nur noch eine Ware, deren Wert in Geld bemessen wird, und die in der Recheneinheit Geld gehandelt wird. Es gibt schließlich auch noch das sogenannte „Regio-Geld“, das nur von bestimmten – meist regional konzentrierten – Akzeptanzstellen angenommen wird. Regio-Geld mag eine nette PR-Aktion sein, um Kunden für die eigenen Produkte und Dienstleistungen zu gewinnen, eine Alternative zum echten Geld ist es jedoch nicht, da niemand eine gesetzliche Garantie für dieses „Geld“ ausgegeben hat.

Aber Leute, die Tage werden wieder länger, der nächste Frühling ist bald da und wir lassen uns unser leben nicht verbittern. Sollen die Reichen und die Spekulanten an ihrem Geld ersticken. Wir singen wie in den Siebzigern (meine schöne Zeit in Amerika) mit „middle of the road“ – SOLEY SOLEY…

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Über Peter A. Bruns

I am editor, autor, publisher of edition august-verlag. I am also working on the industrial construction side insulation. But my main interest is the publication of books. That sounds real, and is real, at my age, born in 1942, being a fool to blog.
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