WIKILEAKS – like master like man – sadan far, sadan son.


WIKILEAKS – Wie der Herr so’s Gescherr – like master like man –

tel père, tel fils.

und im verräterischen Schwedisch: Sådan far, sådan son.

– FREE JULIAN ASSANGE! –

 

Zwei lebenslustige, vermutlich kosmopolitische junge Frauen haben ob ihres Lebenswandels den ”Hauptmacker” von WikiLeaks wegen Vergewaltigung angezeigt. Das soll vorkommen, bei gewissen unbeschwerten, leichten Damen, die gerne mal Fünfe gerade sein lassen. Aber bitte mit Kondom – ”da lag der Hase im Pfeffer”.

Es erinnert an die deutsche Affäre Rosemarie Nitribitt in den 50ger, oder die englische Profumo-Affäre 1963, wodurch unliebsame einflußreiche Personen zu Fall gebracht wurden.

Um diese ”politischen Praktiken” etwas aufzulockern: Wie mir vor Jahren scherzhaft grinsend eine Bordsteinschwalbe nahe der Herbertstraße in meiner Geburtstadt Hamburg, auf St. Pauli ins Ohr flüsterte: ”He, Kleiner, mit Kondom 50  – ohne nur 30 Euro!” Kopfschüttelnd lachte ich sie aus und an, denn so leichtsinnig kann man nur sein, wenn man Kachelmann heißt, oder Franz Joseph selig, seinerzeit in New York, wo er sich seine Brieftasche stibitzen ließ.

Aber dieser Mitbegründer von WikiLeaks, der kluge Julian Assange soll nur Kachelmann-Niveau haben? Klingt dieser Vergewaltigungsvorwurf nicht absurd weit hergeholt? Dafür gibt sich das so ehemals freiheitliche offizielle Schweden her? und beantragt einen Interpol Haftbefehl? Reicht der Arm der US- Regierungsbehörden so weit? Wollen wir Weltbürger des Internets uns derart verschaukeln, verdummen lassen? Ich denke NEIN!

Ich bin kein Freund von ”Verschwörungstheorien”. Dürfen wir Bürgerinnen und Bürger dieser globalisierten Welt denn vergessen, was Regierungen uns schon alles vorgelogen haben? Nein!

Haben die offiziellen Stellen der USA von China gelernt? Informationen unterdrücken mit allen Mitteln? Wie war das mit den Massenvernichtungswaffen des Irak? Oder weiter zurück: Wie war das noch gleich mit der Watergate Affäre? Oder wollen wir Bürger ernsthaft daran glauben, etwas hätte sich an den dubiosen Praktiken von Regierungen geändert, wo auf der Welt auch immer? Wie war das mit der deutschen Watergate-Miniaturausgabe, der Barschel-Affäre 1987?

Oder in der CDU-Spendenaffäre nach der verlorenen Bundestagswahl 1998. Damals verschwieg Kohl die Herkunft eines Betrags in Höhe von eineinhalb bis zwei Millionen DM, obwohl er gemäß dem Parteiengesetz, welches er als Bundeskanzler selbst unterzeichnet hatte, und der darin verankerten Publikationspflicht zur Auskunft verpflichtet war. Bis heute nimmt Kohl keine Stellung zu diesem Thema. Seine Argumentation, er habe das Geld von Spendern erhalten, denen er mit „Ehrenwort“, versprochen habe, ihren Namen zu verschweigen, steht im Gegensatz zur geltenden Rechtslage und stieß seinerzeit auf heftige öffentliche Kritik.

Für die der CDU durch die anschließende Sperrung der Wahlkampfkostenerstattung entstandenen finanziellen Einbußen kam Kohl mit Geld aus einer privaten Spendenaktion auf.

Ein vom Bundestag eingesetzter Untersuchungsausschuss befasste sich von Dezember 1999 bis Juni 2002 mit der CDU-Spendenaffäre. Die Arbeit des Ausschusses wurde von heftigen parteipolitischen Auseinandersetzungen begleitet. Am 18. Januar 2000 musste Kohl wegen seiner Rolle in der CDU-Finanzaffäre auf den Ehrenvorsitz der CDU verzichten. Wegen des Verdachts der Untreue zum Nachteil seiner Partei eröffnete die Bonner Staatsanwaltschaft 2000 ein Ermittlungsverfahren gegen Kohl, das 2001 gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 300.000 DM wegen geringer Schuld gemäß § 153 a StPO eingestellt wurde.

Von daher, Landsleute:

Niemand hat das Recht uns freien Bürgerinnen und Bürger etwas zu verschweigen, uns gar zu vertrösten: „Das ist geheim, das dürft ihr erst in 30 Jahren erfahren, wenn wir denn die Akten öffnen – wenn sie dann noch existieren.“

Die Wikileaks-Recherche hat:

250 000 Seiten US-Papiere aufgedeckt – ein ganz schöner Haufen. Die alle zu sichten und zu kopieren wäre früher nicht möglich gewesen, oder jedenfalls nicht in Sekunden oder Minuten. Doch wir haben heute das „papierlose Büro“, Computer, ein USB-Stick oder andere Datenträger, machen uns Bürger frei zu handeln.

UND WARUM DENN NICHT?

Der Staat bringt überall, sogar auf öffentlichen Toiletten (und manchmal auch in privaten) Kameras an uns, das Volk zu beobachten. Angeblich um uns vor uns selbst zu schützen. Das, so können wir uns Dank WikiLeaks nun voyeuristisch die Hände reiben: Ist nun keine Einbahnstraße mehr!

Wer warf – vielmehr – wirft den ersten Stein? Wirft man Julian Assange und WikiLeaks wirklich ernsthaft vor „wie der Herr so’s Gescherr“ zu sein – like master like man?

Wir Bürgerinnen und Bürger des Internets stehen erst am Anfang einer neuen Informationsrevolution. Was soll daran falsch sein diese perfiden Tonbandaufzeichnungen eines Richard Nixon oder eines Ministerpräsidenten Barschel abzuhören und zu publizieren?

Willy Brandt, dem man wahrhaft politisch nichts Unehrenhaftes nachsagen kann, meinte einst zur Tatsache daß er abgehört würde lapidar: „Auf der Mauer, auf der Lauer, sitzt ‚ne kleine Wanze…“ Und: „Viele Dinge erledigen sich von selbst!“ Willy Brandt wußte was er sprach, als er vor unserem Parlament ausrief: „Wir müssen mehr Demokratie wagen…“ und: „Wir fangen mit der Demokratie erst richtig an!“

Was ist los mit den USA? Woher diese gespielte Entrüstung?

In der Nacht vom 16./17. Juni 1972 wurden fünf ehemalige FBI- bzw. CIA-Agenten ertappt, die mit Kameras und Abhörgeräten in die Wahlkampfzentrale der Demokratischen Partei im Watergate-Building in Washington, D. C., eingebrochen waren. Bernard Barker, Virgilio Gonzalez, Eugenio Martinez, James W. McCord und Frank Sturgis handelten „im zumindest indirekten Auftrag des ‚Komitees zur Wiederwahl Nixons'“ (Immanuel Geiss, Geschichte griffbereit, Band 4, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1983, Seite 707).

Am 8. November 1972 wurde der Republikaner Richard M. Nixon erneut zum Präsidenten gewählt, und sein demokratischer Herausforderer George McGovern unterlag. Aber da hatte er sich schon selbst um Kopf und Kragen geredet, in einer Fäkalsprache, die man damals noch keinem Führer dieser großen Nation zugetraut hätte. (einem Führer schon)

Im Januar 1973 mussten sich die festgenommenen Watergate-Einbrecher vor Gericht verantworten.

Robert Woodward und Carl Bernstein von der „Washington Post“ deckten die „Watergate-Affäre“ auf – und lösten damit eine Staatskrise aus. Die beiden Journalisten verrieten nicht, wer ihr wichtigster Informant war, der sich hinter dem Decknamen „Deep Throat“ verbarg. (Erst 2005 outete der ehemalige stellvertretende FBI-Direktor W. Mark Felt sich selbst. Er starb im Dezember 2008 im Alter von 95 Jahren. Man sieht: Ehrlich währt am längsten)

Obwohl Spuren zu Justizminister John N. Mitchell und ins Weiße Haus führten, leugnete US-Präsident Richard Nixon zunächst, etwas von dem Einbruch ins Watergate-Gebäude gewusst zu haben. Diese Lüge konnte er jedoch nicht aufrechterhalten. Vermutlich hatte er vor seiner Wiederwahl befürchtet, dass Larry O’Brien, der Wahlkampfleiter der Demokraten, durch Howard Hughes über Insiderwissen in Bezug auf Nixons Spendenaffäre im Jahr 1960 verfügen könnte.
Aufgrund der Veröffentlichungen und Untersuchungen sah Richard Nixon sich am 30. April gezwungen, seine Berater H. Robert („Bob“) Haldeman und John Ehrlichman fallen zu lassen, die ebenso wie die Einbrecher – und später weitere Nixon-Berater – zu Freiheitsstrafen verurteilt wurden. Im Sommer erfuhr die Öffentlichkeit, dass Nixon die Gespräche im Oval Office des Weißen Hauses aufzeichnen ließ. Nachdem Nixon sich lange Zeit geweigert hatte, die Bänder herauszugeben, stellte sich heraus, dass bedeutende Teile davon gelöscht worden waren. Im August 1974 tauchte ein Mitschnitt vom 23. Juni 1972 auf, der bewies, dass Richard Nixon und Bob Haldeman wenige Tage nach dem Einbruch im Watergate-Building überlegt hatten, wie sie die Ermittlungen blockieren konnten. Der Rechtsausschuss des Repräsentantenhauses leitete ein Impeachment-Verfahren gegen Nixon ein. Der US-Präsident klammerte sich an sein Amt, bis sogar seine eigenen Parteifreunde ihn zur Aufgabe drängten, weil die Regierung nicht mehr handlungsfähig war. Am 8. August 1974 erklärte Richard Nixon seinen Rücktritt und überließ das Weiße Haus dem bisherigen Vizepräsidenten Gerald R. Ford.

Wir sind das Volk! Wir haben die Kraft. Lassen wir uns nicht zu Schafen degradieren.

„Das Schweigen der Lämmer.“ Nehmen wir WikiLeaks beim Wort. „Free Julian Assange“

und unterstützt (Bild links)Jimmy Wales Wikipedia.

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Über Peter A. Bruns

I am editor, autor, publisher of edition august-verlag. I am also working on the industrial construction side insulation. But my main interest is the publication of books. That sounds real, and is real, at my age, born in 1942, being a fool to blog.
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