Die vornehmen Blogs


Die Friede-Freude-Eierkuchen-Blogs

Von Peter A. Bruns

„…wir sind so schrecklich vornehm, wir bleiben unter uns… und wir lassen uns von Klugheit nicht irritieren – neiiin!“ Da wird der Kommentator erst Mal auf Herz und Nieren durchleuchtet und sein Kommentar wird auf Rechtschreibung geprüft, natürlich ausschließlich auf Deutsch, bevor sich die Tore zur geistig gähnenden Leere ihrer Blogs öffnen. Es gibt sogar in ganz Deutschland „dusselige Blogs“, da braucht man ein Paßwort um einen Kommentar darauf zu schreiben. Wollte man es herausfinden, so müßte man wohl ein Formular ausfüllen und einen Antrag stellen. Aber wie? Für das Formular bräuchte man sicher auch wieder ein Paßwort – und ewig grüßt das Murmeltier. Ja, es gibt schon verwirrte Blog-Köpfe. Was wollen solche Blog-Köpfe nur im Internet?

Manche deutsche Blog-Betreiber haben sich wie auf den Flughäfen üblich, Körper-Scanner zugelegt.

Es gibt sogenannte „Quassel-Blogs“ die haben einfach keine inneren Ressourcen. Wenn in diesen Blogs nichts interessant Sonderbares ist, dann sagen diese Betreiberinnen und Betreiber, es dafür möglichst ein bißchen sonderbar. Neulich war ich wieder auf so einem Blog (ein mir sehr unsympathischer Aufenthaltsort) Modernes Geschwafel im Schlafrock. Zuviel Geschwafel „abendfüllend“. Dabei finde ich persönlich ja jede „Kunstäußerung“, im Blog die über weniger als einen Wortschatz von 100 Wörtern verfügt, infam.

Da schreibt mir eine über einen Blogger: „Er hat eine neue Mätresse!“ Unmöglich sage ich – bei dem schläft doch nur das Publikum.“
Manche Bloggerinnen oder Blogger, sind wie ein Faß, wo der Böttcher vergessen hat, die Reifen festzuschlagen, da läuft’s denn auf allen Seiten heraus. Wenn ich einen verlorenen Sohn hätte, so wollte ich lieber, er hätte sich von den Bordellen bis zu den Schweinekoben verirrt, als daß er sich in den Narrenwust solcher moralinsaurer Onkel und Tanten verfinge: denn ich fürchte sehr, aus dieser Hölle ist keine Erlösung.

Es gibt viele Bloggerinnen und Blogger, die wollen, oder können nicht begreifen, daß, wenn sie einem eine Faust voll Rosen stets an die Nase drücken, man nur das Ersticken fürchtet und nicht weiter beachtet, daß es durch Rosen geschieht!

Abschließend: Manche Bloggerinnen und Blogger, haben es mit ihren Kommentaren, mit der Eleganz eines Kartoffelsacks immer wieder geschafft, bei mir geistig die Kellertreppe herunterzupoltern. Das ich diese dann irgendwann lösche scheint klar zu sein.

Jene öden Blogs, und flachen Kommentare, kämen uns heute wie eine unerhörte Neuheit vor, wenn Sie zuweilen über Bananen nachdächten, und sich von Zeit zu Zeit geistesabwesend ein paar Backenzähne ausrissen.

Peter A. Bruns im Dezember 2010

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Über Peter A. Bruns

I am editor, autor, publisher of edition august-verlag. I am also working on the industrial construction side insulation. But my main interest is the publication of books. That sounds real, and is real, at my age, born in 1942, being a fool to blog.
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