Zähne fletschend…


Zähne fletschend…
(bis das Zahnfleisch blutet)

Von Peter A. Bruns

Unser hochgelobter Sozialstaat zahlt mir Rentner meine Zahnarztrechnung nicht. Ist man Politiker, hat man diese Zahlungsschwierigkeiten nicht.

Das war schon immer so, vor und nach Christi Geburt.

Winston Churchill z.B. hat Adolf-Nazi nicht nur im Zweiten Weltkrieg erfolgreich „die Zähne gezeigt“ sondern im Gegensatz zu Adolf, der sich die Kugel gab und hernach in Rauch auflöste und dessen Zähne anscheinend, irgendwo in Russland unter Verschluss gehalten werden, kann man Winstons noch heute zeigen. Und sie scheinen begehrt zu sein.

Auf einer Versteigerung erzielten seine Dritten, die erstaunliche Summe von 18 200 Euro. Immerhin fast dass Fünffache dessen, was mein Zahnarzt für meine Dritten bezahlt haben will, wegen meiner winzigen Rente von 167 Euro im Monat, mir sie aber nicht leisten kann und spare deshalb noch auf diese beißende Anschaffung, frage mich aber auch, was ich mit neuen Zähnen soll, wenn ich nichts zu beißen habe und auch nicht sicher ist, den Tag ihrer Anschaffung überhaupt zu erleben.

Da war Adolf Hitler doch viel besser gestellt, der sich problemlos einen Zahnarzt hätte leisten können, tat es aber nicht, da unser mutiger Führer, panische Angst vor Zahnärzten hatte und stank deshalb lieber aus dem Mund. Er war ja auch Vegetarier und brauchte nicht feste zubeißen.

Nichtraucher war er leider auch, andernfalls hätten die Zigaretten seinen Mundgeruch übertönt, also insgesamt ein sympathischer Zeitgenosse, mit faulen Zähnen und auch ohne recht zahnlos, ein Looser auf der ganzen Linie. Aber über Tote soll man ja schweigen oder nur Gutes reden. Beides fällt mir bei Adolf-Nazi schwer.
Was hingegen den dicken Winston (laßt dicke Männer um mich sein) immer schon so sympathisch machte, war, dass er von Zeit zu Zeit, sein Gebiss aus dem Mund schleuderte, vor Zorn über Adolf und um den weiteren Kriegsverlauf vorauszusehen, je nach dem, wie und wo, seine Dritten, nach dem Wurf zu liegen kamen. Sie lagen anscheinend immer richtig.

Nun sind seine Dritten also, sozusagen wieder „in aller Munde“ und wer sie ersteigerte, hat vor dem Hintergrund der geschichtlichen Bedeutung Chuchills, schnell zugeschnappt und die künstlichen Zähne scheinen, als Wertanlage, geradezu ein „Schnäppchen“ gewesen zu sein, „um auch morgen noch kräftig zubeißen zu können“.

Da würde doch Adolf gern die Zähne fletschen… wenn er nur könnte…

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Über Peter A. Bruns

I am editor, autor, publisher of edition august-verlag. I am also working on the industrial construction side insulation. But my main interest is the publication of books. That sounds real, and is real, at my age, born in 1942, being a fool to blog.
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