RAF


RAF – 30. Januar 2007 aus meinen Tagebüchern.

Warum wollen gefangene Mörder, wie Christian Klar und Konsorten, wieder „in die Freiheit“?

Was wollen sie denn noch mit dem Rest ihres Lebens anfangen? Es ist doch alles vorüber. Alle Chancen verpasst. Und vor dem Sparkassendirektor (Bundespräsident) Gnade winseln…?! – Wo bleibt ihre Konsequenz? Mir persönlich ist es gleichgültig, ob sie „rauskommen“ oder „drin bleiben. Ich kenne allerdings auch keine Rache. Was ist Rache? Ich kenne das Gefühl nicht. Ein Mörder ist ein Mörder, ist ein Mörder. Ein Mörder ist ein Mensch wie du und ich: Zur Zeit der Tat nicht zurechnungsfähig. Aber was erwartet „sie“ denn „draußen“? Absolution? Von wem? Von „uns anderen“? Ja, ich – vielleicht – WIR können ihnen verzeihen? Auch vergeben? Ich bin nicht bibelfest und halte auch wenig von „diesem Buch“. Das ist auch nicht „unser“ Problem. Können „sie“ sich selbst vergeben? Das ist „ihr“ Problem, auch wenn sie es vielleicht nicht erkennen, denn das ist ein weites, psychologisches Feld und betrifft „uns alle“ – Dank Freud.

Nachsatz:
…und nun, am 15. April 2007 Oettinger (Ministerpräsident Baden Württemberg) auf „einer Trauerfeier“: Spricht Filbinger „heilig“, macht ihn zum „Widerstandskämpfer“ gegen die Nazis. „Reue“? Ach ne! DEGOUTANT.

Am 19. Dezember 2008 kam Christian Klar frei.

Frage heute 15. August 2010:
Was ist, was betreibt Oettinger heute eigentlich?

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Über Peter A. Bruns

I am editor, autor, publisher of edition august-verlag. I am also working on the industrial construction side insulation. But my main interest is the publication of books. That sounds real, and is real, at my age, born in 1942, being a fool to blog.
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2 Antworten zu RAF

  1. fortylicks schreibt:

    Ja, da hast du schon recht, Peter.
    Ein Überzeugungstäter wie Christian Klar muss doch erhebliche
    Identifikationsprobleme in der jetzigen „Freiheit“ haben.
    Aber ob alle wirklich aus wahrhaftiger Überzeugung zur RAF
    gekommen sind, darf angezweifelt werden. Bei Andreas Baader
    habe ich da so meine Zweifel. Das kam auch in dem Film „Baader-
    Meinhof“ deutlich heraus. Den fand ich sehr eindrucksvoll.
    Und ein Zurück gab es ja für alle nicht mehr, nachdem man straffällig
    geworden war. Nur Baader schien das Ganze ja als „Mega-Event“
    zu sehen.
    Daraus resultiert mein Fazit: Sie haben alles aufgegeben und nichts
    erreicht. Wem hat das genutzt? Alle waren Verlierer! Opfer und Täter

    • Peter A. Bruns schreibt:

      Kluge Worte Heidi – Heidi! (Echo)
      ich war anfangs auch Sympathisant, doch dann wurde mir die Sache zu verworren. Ich konnte nicht ausmachen wofür diese Gruppe stehen wollte. Heute ist sowas wohl nicht mehr möglich. Zum Glück – weil, wie Du sagst: „Alle waren Verlierer, Opfer und Täter“. Unsere Zeit ist zu „kompatibel“, mit allem verbunden, Dummheit, Weisheit, Reichtum, Armut, einerseits ist das gut, andererseits ist es eine „bleierne Zeit“. Ich schätze Deine Ansichten sehr Heidi.
      Peter

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