Freiherr Ole von Beust Bürgermeister Hamburgs


Peter A. Bruns,    Datum 29. Juli 2010

Offener Brief von Peter A. Bruns an den ersten Senator Bürgermeister der Hansestadt Hamburg.

Mustermann der Politiker von heute.

Genug ist genug! Und nun ist es genug! Wie kommt jemand wie Du, ein Freiherr von Beust dazu, so eine Unverschämtheit zu sagen: „Alles hat seine Zeit und 31 Jahre Arbeitsleben, sind genug und nun bist Du müde und willst Dich Deinem Privatleben widmen? Für den kleinen Mann beginnt das „Rentenalter“ mit 67. Welche negative Chuzpe gehört dazu, im Alter von 55 Jahren, den Bürgerinnen und Bürgern ein so ehrenvolles Amt, in das Du Dich förmlich hineingedrängt hast, vor die Füße zu werfen, mit der Begründung von Amtsmüdigkeit und im Bewusstsein einer Senatspension von, um die 9000 Euro monatlich zu erhalten?

Ich bin 68 Jahre, habe 12 Jahre Rentenbeiträge gezahlt, (Du ja nicht) und erhalte eine Rente von 167 Euro, und will keine staatliche Sozialhilfe und muss daher allerdings noch als Handwerker arbeiten, bis an mein seliges Ende, um leben, um überleben zu können. Du bist amtsmüde freier Herr von Beust? Wie kannst gerade Du Dich erdreisten so zu argumentieren? Gerade Du, der ins Amt kam, mit dubiosen Methoden, ich erinnere nur an Deinen Steigbügelhalter Ronald Schill. Denn ohne diesen abgebrühten Typen und dessen rechtslastiger Partei, hättest Du das ehrenvolle Senatsamt nie bekommen.

Du hast alle Hamburger in die Irre geführt, eines Kindertraumes willen, vom Bürgermeisterspielen. Ich habe Dich von Anfang an beobachtet und erkannt, aber ich habe mir im Laufe der Jahre Deines Aufstiegs gesagt: „Nun gut, er hat das Amt, lassen wir ihn gewähren, vielleicht wird was Vernünftiges daraus.“ Aber dem ist nicht so geworden und alle könnten, sollten es sehen: „Der Gewinn der Welt, wiegt eben nicht den Verlust der Seele auf“. Hamburg hat nun mehr Schulden denn eh und je. Und Du „verehrter“ Freiherr von Beust, hast zuerst Dir und dann dem Ansehen des hamburger Bürgermeisteramtes geschadet.

Meinesgleichen kann es sich schlichtweg nicht leisten „Amtsmüde“ zu sein, denn dann würde ich ganz einfach verhungern. Larme ist das französische Wort für „Träne“ und Du Bürgermeister bist eine. Ich hingegen kann mir Rührseligkeit, Überempfindlichkeit, Wehleidigkeit, Selbstmitleid, Weinerlichkeit, nicht leisten. Keiner aus unserer alten, hamburger Arbeiterfamilie konnte das jemals. Nicht vor, nicht während und nicht nach dem Zweiten Weltkrieg. Ich kam im Bombenhagel zur Welt, geboren von einer der  tapferen Mütter, aus echtem Schrot und Korn. Du kannst nichts dafür, mit dem silbernen Löffel im Munde geboren zu sein, aber: um so mehr hättest Du die Pflicht gehabt Rückgrat zu zeigen. Einer der so vehement das Amt des hamburger Bürgermeister angestrebt hat, wie Du, hat absolut nicht das Recht es hinzuwerfen aus Larmoyanz. Ein primus inter pares, lateinisch Erster unter Gleichen, oder weiblich prima inter pares – das ist gleich gültig – hat zu seinem Wort zu stehen. Früher wurde vom Rat (seit 1860 Senat genannt) aus dessen Mitte zwei „worthaltende Bürgermeister“ gewählt. Gute alte Zeit. In diesem Sinne lebe wohl.

Lasse es Dir, auch von meinem Steuergeld gutgehen

Peter A. Bruns

Ein versöhnliches PS soll aber doch noch sein

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Über Peter A. Bruns

I am editor, autor, publisher of edition august-verlag. I am also working on the industrial construction side insulation. But my main interest is the publication of books. That sounds real, and is real, at my age, born in 1942, being a fool to blog.
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3 Antworten zu Freiherr Ole von Beust Bürgermeister Hamburgs

  1. fortylicks schreibt:

    Hallo Peter,
    ich habe auch das kalte Kotzen bekommen, als ich diesen Satz von
    dem ehrenwerten Herrn von Beust gehört habe. Er wäre amtsmüde,
    ganz grosses Kino. Was soll die alleinerziehende Mutter sagen, die
    sich mit 3 oder mehr schlechtbezahlten Jobs über Wasser hält und
    solche Aussagen unserer Politelite hört?
    Mir ist auch noch bildhaft im Gedächtnis, mit welchem Abschaum
    -Schill- sich der OB hat in sein Amt hat hieven lassen und dann die
    ekelhaften Eskapaden dieses Nazi-Schills noch kleinzureden oder
    totzuschweigen.
    Man muss sich schon sehr zusammenreissen, um nicht depressiv
    oder zynisch zu werden, wenn man hinter die Fratze der Politiker
    schaut.

    • eduardbruns schreibt:

      Kann ich alles unterstreichen. Nur dürfen wir „kleinen Leute“ uns nicht den Humor nehmen lassen. Den Triumph wollen wir ihnen nicht gönnen. ABER! Mal auf den Tisch hauen, und die große Klappe aufreissen, das ist ab und zu schon, nötig und auch richtig. In dem Sinne: „Immer auf die Zwölf!“ Peter

  2. eduardbruns schreibt:

    Danke Heidi, hoffe sie wird sich melden. Bis demnächst.
    Gruß
    Peter

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